Die Wendel

 

Ich habe lange überlegt, wie ich bei dem doch begrenztem Platz einen Schattenbahnhof an Elisburg anschließen kann - das geht eigentlich nur im "Untergrund", also eine Wendel muß konstruiert werden -

Ich habe mich für eine Wendel entschieden in der Annahme, dass 2% Steigung kein Problem sind - ich wollte 7 cm Platz zwischen Gleis und dem nächsten Trassenbrett haben, also wird ein Umfang von 4m gebraucht (1cm Trassenbrett), daraus ergibt sich ein Durchmesser von 1,3m - Uff -

 

Dies sind einige Konstruktionsansätze mit 6, 8 oder 12 Segmente je Etage, 8 sind es dann geworden. Die Trassenbretter habe ich als Trapez konstruiert, der Tischler meines Vertrauens hat mir (ich glaube inzwischen 120 St.) davon angefertigt, diese werden so versetzt aufeinandergeleimt, dass das nächste Brett wieder auf dem davor verlegten aufgelegt werden kann

Unten liegt das Roh-Brett, oben ist es bereits verset6zt aufeinandergeleimt und gebohrt. Diese Segmente werden auf der Unterkonstrruktion aufgeleimt, danach wird die Geräuschdämmung aufgeklebt

Ich nehme eine gefüllte Glasflache zum Andrücken, die ist relativ gleichmäßig ...

Danach wird die Gleislage aufgezeichnet, dazu habe ich mir Schablonen gemacht

So arbeitet man sich Segment für Segment weiter vor, bis wieder ein Flex-Gleis gelegt werden kann. Für das Verbinden der Gleise habe ich mich für Schienenverbinder entschieden, die zusätzlich verlötet werden. Damit die Stöße absolut ohne Knick verlaufen, habe ich mir Schablonen aus Edelstahl (im Fremo von Herrn Brosch) lasern lassen, die kann man in das Gleis legen und bekommt einen guten Übergang hin. Wenn alles ordentlich verlegt ist, lassen sich diese Gleisschablonen durch das ganze Gleis durchschieben ... denn: In einer Wendel muß alles möglichst gleichmäßig sein, die Steigung und die Radien! Die Segmente habe ich durch Gewindestangen und Muttern in ihrer Höhe einstellbar. Dadurch, dass ich Segmente an Segmente setze, habe ich auch auf der Unterseite eine ebene Fläche erreicht, also keine Querhölzer oder soetwas verwendet. In den Ecken habe ich die Gewindestange platziert, innen ebenso (immer am größten Abstand zum Gleis) - Ich bin nun nach den ersten Test's zu der Erkenntnis gelangt, dass 2% bei meinen Zügen/Traktion zu viel ist - ich werde die abgebildete Gleiswendel um eine Etage ergänzen, also 4 volle Umdrehungen machen, um in den Schattenbahnhof zu kommen - selbst bei der geringeren Steigung überlege ich es, Schutzweichen vor den Schattenbahnhof zu setzen, falls sich eine Kupplung löst, rast nämlich der Zug in den Schattenbahnhof - dafür reichen auch noch 1,5% Steigung ...

Ich habe eine Excel-Tabelle erstellt, hier kann man in den gelb hinterlegten Feldern ein paar Eckdaten eingeben und man bekommt mehrere Angaben zurück, z.B. ob die gewünschte Steigung nicht doch überschritten wird, ob der Abstand zwischen den Ebenen erreicht wird etc. - Voraussetzung ist, dass eine 8-eckige Wendel eingesetzt werden soll, sonst muß man ggf. die Tabelle entsprechend anpassen

Anhand der Egenis-Matrix-Tabelle kann man nun die Abstände einstellen - ob man das nun für jede Umdrehung in jeder Ebene einzeln macht, oder später nochmal die Höhen anpassen muß, da sich die Eckdaten geändert haben, ist so beides möglich.

Über Start-Höhe und Ziel-Höhe wird der zu überwindende Höhenunterschied definiert, über die Anzahl der Ecken dann, wieviele Umdrehungen die Wendel machen soll, da das nicht immer volle Umdrehungen sind, wird hier einfach die Anzahl der Ecken angegeben, das macht die Tabelle etwas flexibler. Mann muß dann darauf achten, dass mann sich die Start- bzw. Ziel-Höhe entsprechend markiert, um nicht durcheinander zu kommen ...

Somit war es einfach, einen weitere Umdrehung auf die bereits begonnene Wendel aufzusetzen und die Höhen in den Etagen bzw. direkt an den entsprechenden Ecken nachzustellen - auch hier hat sich der konstruktive Aufbau mit Gewindestangen als hilfreich erwiesen - die fertig zu kaufenden Gleiswendeln lassen eine solche Anpassung nicht zu - auch der individuelle Radius/Durchmesser der Gleiswendel ist mit dem Industrie-Material nicht anpassbar.

Do it Yourself ...

weiter