Anfänge (1975 - 2007)

Ich habe als kleines Kind, ich war so 7 oder 8 Jahre alt, von meinen Eltern eine kleine Modellbahn in Spur N bekommen: allerdings auf der linken Seite mit mehreren zusätzlichen Weichen, damit alle 4 Bahnhofsgleise als Durchgangsgleise nutzbar waren, irgendwie konnte man auch von innen nach außen und umgekehrt kommen - ich weiß es nicht mehr so genau, Fotos aus der Zeit zu dieser ersten Modellbahn existieren leider nicht, oder ich hab sie bei den vielen Umzügen irgendwann mal entsorgt.

Von dieser Anlage fasziniert habe ich schon im zarten Alter von 9 Jahren versucht, den Teich mit echtem Wasser zu füllen (Also Teich aussägen, von unten Frischhaltefolie gegengenagelt ...) - mit entsprechendem Erfolg: Die Frischhaltefolie hat schon sehr schnell nachgegeben und das Wasser konnte auf dem Fußboden keinen großen Schaden anrichten. Ich habe dann das Loch in der Platte mit einer Teichplatte wieder zu gemacht.

Ein weiterer Versuch, aus dieser Modellbahnanlage etwas Besonderem zu machen, war der Tipp aus einem Bastelbuch (für Modellbahnen!) eine Winterlandschaft zu gestalten - mit Scheuerpulver - kein Scherz! Es gab damals "ATA" und das wurde gelb, wenn es feucht wurde - mit viel Mühe (und einem versohlten Hintern später) habe ich ich das irgendwie wieder abgesaugt, aber die Weichen gingen alle nicht mehr gut - ziemlich verklebt - wer solche Bücher schreibt, ist mir heute unverständlich - ich glaube, ich habe das Buch noch - das hat überdauert, komisch ...

Kurz danach bin ich angefangen, auch auf der rechten Seite einen riesigen Berg zu bauen - der ist nie fertig geworden - wohl auch deshelb, weil man mit der Anlage wegen dem vielen Gips im Gleis nicht mehr spielen konnte - egal ...

Dann habe ich alles abgerissen und auf der Rückseite der Platte (ich glaube sie war 70 x 140 cm) eine neue Anlage aufgebaut - damit habe ich dann auch lange gespielt und damals hat mir das Rangieren schon mehr Spass gemacht als nur zuzuschauen wie die schnellen Züge durch den Bahnhof donnern.

Rangieren: mit einer E40 (mit EMS ausgestattet) wurde ein Zug bereitgestellt, und mit einer Henschel Werkslok oder/und einer T3 auf 3 oder 4 Gleise aufgeteilt, es gab auf der Anlage ein Tanklager (daher die Verbindung zum Brennstoffhandel) und einen Lagerschuppen mit zwei Gleisen, sowie auf dem Außenkreis ein kleinen Vorstadtbahnhof mit einem Ausweichgleis - mir hat es damals gereicht ... Einen Plan oder sogar Bilder von dieser Anlage habe ich leider nicht mehr.

Dann kam die Pubertät, die Ausbildung, die Bundeswehr, die erste feste Freundin, dann andere, aus einer wurde meine Frau, dann haben wir gebaut - Das Hobby Modellbahn trat etwas in den Hintergrund, die Modellbahnanlage war bereits demontiert und im Keller meiner Eltern verstaut, sie ist dort etwas in Vergessenheit geraten - ein Hochwasser (Rohrbruch) und nach dem Aufräumen die Erkenntnis, dass alles in den Müll kann - das Material hatte ja auch schon ein paar Umgestaltungen hinter sich.

Gebaut wurde mit Keller- für eine Modelleisenbahn - wofür braucht man sonst einen Keller, na gut, einen Heizungskeller und einen Waschkeller gab's auch, aber die Voräte waren im Regal unter der Treppe, sonst wird ja der Hobbykeller zu klein ...

Aus den riesigen Plänen mit extremen Ausmaßen der im U geplanten Anlage (außenrum so 11m, 80cm tief) in dessen Mitte noch eine Teil in der Raum ragen sollte (also ein M?) - aus der Anlage ist eigentlich nichts geworden außer den ersten Planungen und dem angefagenem BW mit Arnold Gleisen und Drehscheibe - aber so funktioniert, wie ich es geplant hatte, hat es dann nie - dann habe ich diese Anlage mehrmals umgeplant aber richtig gebaut habe ich nichts davon. Von digital war da noch keine große Rede, war ja auch viel zu teuer ...

Ich habe mich diesem Hobby dann wieder etwas entfernt um dann ca. 10 Jahre später (das Haus war verkauft, in einer Eigentlumswohnung lebend) über den EMF in Kontakt zum Fremo zu gekommen bin - und von da an war ich total infiziert - von Fremo und dem Konzept, alles in Modulen zu bauen und das ganze mit Fahrplan und Frachten mit einer Uhr zu spielen - dann noch diese gigantischen Arrangements in einer Turnhalle - und jedes Mal anders arrangiert - und alle Module sehr detailliert gestaltet - das ist es! Man baut in Modulen, braucht selber kaum Platz, schon gar keine funktionierende komplette Anlage ...

Dann sind ziemlich schnell die Zeche und die Kokerei entstanden mit den eigentlich zu vermeidenden Fremo-Anfängerfehlern; nämlich lieber schnell und weniger orderntlich zu bauen. Das verzeiht der Fremo-Einsatz nicht, so entgleisen viele Loks auf schlecht verlegten Weichen, die Weichen-Steuerung funktioniert nicht, die Weichenantriebe versagen etc. - so kommen diese beiden Module zur Zeit nur in Ausnahmen zum Einsatz, nämlich beim Fremo-N-Montantreffen in GT, aber wenn mal wieder Zeit ist, gehe ich diese alten Baustellen auch an!

Also erstmal was bauen, was ohne Technik geht (keine Elektronik) und Basiswissen aneignen, so ist das Streckenmodule AmSchafstall und die kleine Betriebsstelle Brennstoffhandel (Weiche wird mit Stellhebel gestellt) entstanden, sowie der Hügelbogen, der nun endlich auch Vortschritte macht.

Als wir dann wieder neu gebaut haben war kein Keller geplant - aber da wir in großer Fläche gebaut haben und alles Wesentliche zum Wohnen im Erdgeschoss ist, habe ich ein großes Modellbahnzimmer im Obergeschoss bezogen. Dort Plane ich nun die Heimanlage rein, die aber zum größten Teil auch Fremo-Kompatibel ist (also eigentlich nur die Gleiswendeln und die Schattenbahnhöfe nicht). Allerdings ist der große Bahnhof mit BW (geplant) an zweigleisiger Strecke mit Oberleitung (im Bau, teilweise bereits fertig) so umfangreich, dass ich mich entscheiden werden muß, was ich an einem Treffen aufbauen kann.

Nach Gründung des FremoStammtischGT haben wir dort gemeinsam inzwischen zwei Module gebaut (Stammtisch1 und Stammtisch2), die können sich durchaus sehen lassen.

Während der Fremo-Teilnahmen in Nied und Hanau ist dann immer mehr der Gedanke gereift, doch wieder eine Heimanlage aufzubauen, aber eben ganz anders ...

 

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